Notarzt-Stützpunkt in Purkersdorf: Kooperation mit Wien in Gespräch

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Schon seit Monaten wird über die geplante Auflassung einiger Notarzt-Stützpunkte, darunter auch Purkersdorf, diskutiert. Neben diverser Initiativen der Bevölkerung bemüht sich auch die Regionalpolitik eine Lösung zu finden, die auch für die Zukunft eine stabile notärztliche Versorgung garantiert.

Für Bürgermeister Stefan Steinbichler ist die vom Land vorgesehene Alternative von Hubschrauber-Einsätzen einfach nicht gangbar: es fehlt nicht nur an Landeplätzen, auch die Witterung in den letzten Monaten hätte in vielen Fällen eine Landung unmöglich gemacht. Daher wird weiterhin nach Möglichkeiten gesucht, doch Notärzte in der Region halten zu können. 

Die Nähe zur Stadt Wien könnte hierbei für Purkersdorf von Vorteil sein, daher haben Bürgermeister und Vizebürgermeister Viktor Weinzinger unlängst ein Gespräch mit dem Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker geführt. Eine länderübergreifende Kooperation der sechs Gemeinden der Region und dem 13. und 14. Wiener Gemeindebezirk wäre optimal, auch um Synergien zu nutzen. So könnte der Stützpunkt in Purkersdorf auch für Wien von Vorteil sein. 

Stadtrat Peter Hacker zeigt sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen. Weitere Analysen und Planungen sind natürlich notwendig. Auch ein Abgeltungssystem muss hier diskutiert werden. Es soll jedenfalls eine Evaluierung im Hinblick auf Einsatzzahlen und den damit verbundenen Kosten geben. Dabei sollen Kapazitäten, räumliche Distanzen und Zeitaufwand berechnet werden.

Auch auf Landesebene zwischen Wien und Niederösterreich laufen bereits ähnliche Gespräche: Niederösterreichs Landesrätin Eva Prischl und Peter Hacker sind im Austausch. Aktuell gibt es bereits eine Zusammenarbeit der beiden Länder, die allerdings eher informell ist und nicht auf verbindlichen Prozessen beruht.

30.01.2026