Beschwingte Melodien beim Neujahrskonzert

Neujahrskonzert 2026

Am 23. Jänner 2026 fand im schönen Foyer des Gebäudes der Österreichischen Bundesforste bereits zum 18. Mal das mittlerweile zur Tradition gewordene Neujahrskonzert statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erlebten einen stimmungsvollen musikalischen Abend.

Schon am Vormittag wurde eine Kostprobe des Programms vor der 5. Schulstufe des Gymnasiums vorgetragen, organisiert von Musik-Lehrer Michael Faimann. Im Beisein des Bürgermeisters Stefan Steinbichler, des Kulturstadtrats Albrecht Oppitz und Gymnasiums-Direktor Harald Ruiss wurde den Jugendlichen nicht nur die Musik dargeboten, es hab auch viele spannende Hintergrund-Informationen dazu.

Begrüßt wurden die Gäste von Herbert Schwarz, in Vertretung des Bürgermeisters sowie von Kulturstadtrat Albrecht Oppitz, die in ihren Ansprachen die Bedeutung dieser langjährigen Konzertreihe für das kulturelle Leben hervorhoben.

Das Orchester setzte sich aus hochkarätigen Profi-Musikern zusammen:

  • Peter Mayrhofer – Oboe & Orchester-Leiter
  • Martin Rotter-Nunner – Flöte
  • Peter Pfaffl – Klarinette
  • Katharina Zeller – Horn
  • Max Lidauer – Fagott

Das Konzert bot dem Publikum einen abwechslungsreichen und schwungvollen Streifzug durch die Welt der Wiener Musiktradition und darüber hinaus. Bereits der Auftakt mit dem berühmten Walzer aus Die lustige Witwe von Franz Lehár sorgte für eine elegante und beschwingte Atmosphäre. Daran schloss sich Johann Strauß’ Sohn mit der Polka française „Bitte schön“ op. 372 an, die durch ihre feine Rhythmik und ihren tänzerischen Charakter überzeugte.

Mit den drei Walzern von Michael Kotay wurde das Programm um zeitgenössische Klangfarben bereichert, die sich harmonisch in den klassischen Rahmen einfügten. Im Kahlenbergerdörfel op. 348 von Philipp Fahrbach jun. zeichnete anschließend ein lebendiges musikalisches Bild Wiener Lebensart, bevor Dieter Angerers Wienerwaldpartie mit lyrischen und zugleich volksnahen Elementen begeisterte. Den Abschluss des ersten Konzertteils bildete der temperamentvolle Seufzer-Galopp op. 9 von Johann Strauß Vater, der mit seinem mitreißenden Schwung großen Anklang fand.

In der Pause versorgte Elisabeth Klenovsky die Gäste mit ihrem berühmten, exklusiven Fingerfood und Sekt, es bot sich ein Rahmen für entspannte Gespräche.

Nach der Pause wurde das Konzert mit ebenso energiegeladenen Werken fortgesetzt. Die Neue Melodien Quadrille op. 254 von Johann Strauß Sohn eröffnete den zweiten Teil. Ein besonderer Höhepunkt war das bekannte Trinklied aus Verdis La Traviata, das mit seiner Wiedererkennbarkeit und Dramatik das Publikum unmittelbar erreichte. Humorvoll und spritzig präsentierte sich anschließend die Katzen-Polka op. 441 von Carl Michael Ziehrer.

Mit den beiden Annen-Polken von Johann Strauß Vater (op. 137) und Johann Strauß Sohn (op. 117) wurde ein reizvoller Vergleich zweier Generationen möglich, bevor Josef Strauß’ Ohne Sorgen – Polka schnell op. 271 den offiziellen Programmteil in ausgelassener Stimmung beschloss.

Der anhaltende, begeisterte Applaus des Publikums wurde mit mehreren Zugaben belohnt. Die Neudorfer Polka von Robert Brunnlechner und Last Minute von Dieter Angerer sorgten nochmals für Schwung und Heiterkeit. Einen besonders charmanten und verbindenden Abschluss bildete Bona Nox von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem das Publikum eingeladen war, im Kanon mitzusingen. Dieses gemeinsame Musizieren rundete den Konzertabend auf eindrucksvolle Weise ab.

Insgesamt erwies sich das Konzert als gelungene Mischung aus Tradition, Spielfreude und Publikumsnähe, die noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

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26.01.2026