In unserer Region gibt es eine Vielzahl an versteckten Schätzen am Wegesrand: gemeint sind bauliche Kunstwerke wie Bildstöcke, Steinkreuze, Kapellen, Denkmäler und vieles mehr. Für das Buch „Kunst am Wegesrand“ von Dr. med. Wolfgang Westerhoff und Dr. Karin Hofbauer wurden eine Auswahl diese Schätze unserer Region recherchiert und bereichert um Fotos und Hintergrundinformationen präsentiert.
Dr. med. Dr. Wolfgang Westerhoff, langjähriger Anästhesist am Krankenhaus Krems erstellte nun damit ein weiteres Werk, das seine langjährige Auseinandersetzung mit regionaler Kunst- und Kulturgeschichte fortsetzt. Das Interesse an Kunst begleitete den Autor stets neben seiner medizinischen Tätigkeit. Bereits sein erstes Buch über die Karner in Österreich und Südtirol fand große Beachtung; es folgten Publikationen über Bildstöcke in Wien, Prangersäulen, Kremser Miniaturen sowie Sgraffitohäuser in Österreich.
Die Idee zu einem gemeinsamen Buchprojekt entstand auf Initiative seiner Kusine Frau Dr. Hofbauer, die als Dienststellenleiterin bei der damaligen SHB tätig war. Sie war maßgeblich an der Umsetzung beteiligt und konnte die Fertigstellung des Buches glücklicherweise noch miterleben, sie verstarb kürzlich. Während Auswahl der Objekte und der überwiegende Teil der Texte vom Autor stammen, war Frau Dr. Hofbauer vor allem für Layout und inhaltliche Ergänzungen verantwortlich.
In rund vierjähriger Arbeit entstand so ein sorgfältig gestalteter Band, der den Blick auf die oft übersehenen Kleindenkmäler am Wegesrand lenkt. Ausgangspunkt der Erkundungen ist ein Radius von etwa 30 Kilometern um Neulengbach, innerhalb dessen eine Vielzahl bemerkenswerter Objekte ausgewählt wurde. Ziel war es, die große Vielfalt dieser Kunstform sichtbar zu machen. Entsprechend gliedert sich das Buch in thematische Untergruppen wie Breitpfeiler, gotische Bildstöcke, Mariensäulen, Holzkreuze, hölzerne Glockentürme – die in dieser Region besonders häufig anzutreffen sind – sowie zahlreiche weitere Formen.
Der Bogen spannt sich vom einfachen, oft ausdrucksstarken Holzkreuz mit Blechschnitt-Corpus bis hin zur monumentalen Dreifaltigkeitssäule. Ergänzt wird das Spektrum durch Karner, Kirchenruinen, Kleinkirchen, Grenzsteine, Römersteine und andere kulturhistorisch bedeutende Zeugnisse.
„Kunst am Wegesrand“ versteht sich nicht nur als kunsthistorische Dokumentation, sondern auch als Einladung zum bewussten Sehen. Das Buch möchte insbesondere Menschen ansprechen, die sich bisher wenig mit dieser Thematik beschäftigt haben, und sie dazu anregen, die zahlreichen Kunstwerke am Wegesrand bei Spaziergängen oder Ausflügen neu zu entdecken.
Erhältlich unter anderem in der Buchhandlung Mitterbauer (auf Bestellung).