Shaolin ist ein Ortsname und bedeutet „bewaldeter Hügel“. Als 1995 das geheimnisumwitterte Shaolin Kloster im Herzen von China sein 1.500jährige Jubiläum feierte, entschlossen sich die Mönche, ihre unglaublichen Übungen und Fähigkeiten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Hintergrund ihrer Kunst ist eine Kampfsportart, die basierend auf jahrhundertealtem Wissen im Einklang mit der ganzen Lebensweise steht, etwa der Ernährung und regelmäßiger Meditation. Nicht Wettbewerb ist hier das Ziel, sondern individuelle Verbesserung. Unter der Anleitung des österreichischen Showproduzenten Herbert Fechter fassten sie ihre Kampfübungen und ihr Wissen um die Funktion des menschlichen Körpers in eine für den Westen verständliche Form: Die Show „Die mystischen Kräfte der Mönche des Shaolin Kung-Fu“ wurde seither in über 5.000 Vorstellungen auf fünf Kontinenten zu einem Publikumsmagnet.
Einen Blick hinter die Kulissen dieser weltbekannten Truppe zu werfen, wurde für SchülerInnen des BG/BRG Purkersdorf am 5. März möglich gemacht. Auf Initiative von Niki Neunteufel vom Purkersdorfer Kulturkreis und Herbert Fechter hielten die Shaolin Mönche zum Auftakt ihrer ausverkauften Europa Tournee im Sportsaal des Gymnasiums ein öffentliches Schautraining ab. Erst am Morgen war die 18köpfige Truppe, die jüngsten beiden darunter sechs Jahre, der älteste Meister achtzig Jahre alt, zum Tourneestart aus China angereist.
Nicht nur Kinder und Eltern waren gekommen, um sich die Vorführung nicht entgehen zu lassen, auch Direktor Harald Ruiss war da und betonte die ganz besondere Ehre dieses Besuchs, bei dem es nicht nur um Sport und Kampfgeist, sondern auch Disziplin, Respekt und Werte geht, die weitergegeben werden. Zu den gespannten ZuseherInnen zählten auch Karl Schlögl, langjähriger Bürgermeister von Purkersdorf, Stadträtin Jasmin Klemmer-Schlögl, die mit ihren Kindern gekommen war und Milan Stojanovic, Sponsor der Veranstaltung.
Bei ihren Tourneen ist es den Mönchen wichtig, auch Kindern und Jugendlichen näherzubringen, wie wertvoll Bewegung ist. Deshalb durften etwa 30 SchülerInnen direkt am Training teilnehmen. Lehrer Clemens Heilmann hatte die Freiwilligen sehr schnell beisammen und diese hatten sichtlich großen Spaß daran, inmitten der Mönche und unter deren achtsamer Anleitung Übungen und Choreografien auszuprobieren. Und obwohl ihnen da einiges an Kraft und Ausdauer abverlangt wurde, hatten sie danach auch noch genügend Atem, das eine oder andere begeisterte Interview zu geben.
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