Ein dreifaches Au-weh!

Typenkongress 2025

Vom Kleinen ins Große – von Purkersdorf in die Welt, die Purkersdorfer Typen schauen genau hin, was sich in Gesellschaft und Politik tut und verpacken ihre Meinung pointiert in Musik, Gesang, Text und Reim. 

1971 bei einer Stammtischrunde geboren, sind die Purkersdorfer Typen mit dem traditionellen Typengruß „Au-weh“ auch heute noch lauter „Originale“. Type zu werden, ist gemäß der Typentradition eine hohe Auszeichnung, die man sich erarbeiten oder verdienen muss. Jede Type bekommt auch einen Typennamen, der mit „De“ oder „Da“ beginnt und charakteristisch für den Namen, die Tätigkeit, die Profession, das Hobby oder andere Eigenschaften ist. Eine „Enttypisierung“ gibt es übrigens nicht. „Einmal Type, immer Type“, erklärt „De Asti“, Astrid Schnetz.

Am 53. Typenkongress, am Faschingsmontag dieses Jahres, durfte das gespannte Publikum auch eine Typenkürung miterleben. Bürgermeister Stefan Steinbichler wurde zum Typen „Da Steini“ ernannt und mit grün-gelben Mantel, Hut und „Blem Blem“ ausgestattet, einer Tafel, die das Purkersdorfer Wappen und den Typennamen zeigt. Zusätzlich tragen die Typen auch den Typenschal jeweils in den Farben des Status: Type oder Typenfreund. Die Typenfreunde sind Personen, die die Purkersdorfer Typen seit Jahren aktiv und passiv unterstützen und mit den Farben Gelb und Rot am Typenhut gekennzeichnet sind. Und natürlich wird kein Unterschied zwischen Typen und Typenfreunden gemacht, alle sind wertvoll und willkommen.

Für die erwiesen Ehre bedankte sich „da Steini“ mit einem gereimten Tag aus seinem an Anfragen und Wünschen reichen Bürgermeisterleben. Damit gab er auch eine launige Antwort auf die hin und wieder gestellte Frage „Was machst du eigentlich so den ganzen Tag?“. Danach stellte sich das diesjährige Prinzenpaar, bei den Typen „Saufpaten“ genannt, Sonja Schauer und Rudolf-Strack-Dewanger vor und dann ging es auch schon los mit dem Programm und einem Feuerwerk an Schmäh, Musik, Tanz und Gesang.

Nach dem Typenkongress ist übrigens immer auch vor dem Typenkongress, denn Themen und Ideen tragen die Typen das ganze Jahr über zusammen. „Vor Weihnachten beginnen die Leseproben und dann wird es schon wieder ernst, erzählen „Da Leo“, Leo Nemec und „De Fahrschulinge“, Inge Nemec. „Es gibt schreibende und spielende Typen, oder beides in einer Person. Oft hat man beim Schreiben des Textes schon die oder den Typen im Kopf, der das sprechen und spielen soll“, erzählen sie. Daher darf man schon gespannt sein, was im nächsten Jahr auf dem Programm stehen wird.

18.02.2026