Die Feihlerhöhe – ein Stück Purkersdorfer Geschichte

Feihlerhöhe

Seit dem 19. Jahrhundert trägt der Aussichtspunkt oberhalb der Neugasse den Namen Feihlerhöhe – benannt nach der Purkersdorfer Familie Feihler. Schon vor rund 150 Jahren war der Blick auf das Ortszentrum ein beliebtes Fotomotiv. Um 1900 gab es auf der Anhöhe eine Parkanlage mit Fahnenmast. Der Verschönerungsverein und der Männerchor Purkersdorf hissten dort Fahnen, um die Sommergäste willkommen zu heißen.

Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb die Feihlerhöhe eng mit der Geschichte und Identität der Stadt verbunden. 1967 wurde im Rahmen der Stadterhebungsfeierlichkeiten die Weinhebergedenkstätte eröffnet. Später fand die Feihlerhöhe auch im Purkersdorfer Lied von Johann Wohlmuth ihren Platz.

Die Zukunft des Grünraums war allerdings lange nicht gesichert. In den 1970er-Jahren gab es Pläne, die Wiese mit Wohnhäusern zu verbauen. Um den historischen Ausblick zu erhalten, schränkte der Gemeinderat die Bebauungsmöglichkeiten ein. 1990 wurde die Fläche schließlich von Bauland in Grünland umgewidmet. Damit war der Grundstein gelegt, die Feihlerhöhe als Grünoase im Zentrum für kommende Generationen zu bewahren.

Mit dem Ankauf der Liegenschaft durch die Gemeinde im Jahr 2006 konnte diese Idee Wirklichkeit werden. Die Wiese wurde neu gestaltet, der frühere Obstgarten als Streuobstwiese wiederhergestellt, die Aussichtsplattform erneuert und das Weinheberdenkmal restauriert. 2011 konnte die neugestaltete Feihlerhöhe der Bevölkerung übergeben werden.

 

Vom politischen Projekt zum Gipfelgespräch

Nach der Fertigstellung trafen sich die damaligen Wegbereiter – Bürgermeister Mag. Karl Schlögl, Vizebürgermeister Dr. Christian Matzka, Stadtrat Harald Wolkerstorfer und Biosphärenparkbotschafter Gerhard Stoschka – zu einem ersten „Gipfelgespräch“ auf der Feihlerhöhe. Bei Speis und Trank wurde auf das gemeinsam Erreichte zurückgeblickt.

Zum 15-jährigen Bestehen der Streuobstwiese wurde diese Tradition wieder aufgenommen. Die inzwischen außer Dienst stehenden Politiker kamen gemeinsam mit Bürgermeisterin Jasmin Klemmer-Schlögl erneut auf der Feihlerhöhe zusammen und erinnerten sich an die politischen Entscheidungen und Diskussionen vergangener Jahre.

Das Gipfelgespräch 2026 steht damit für mehr als ein Wiedersehen: Es verbindet die Geschichte der Feihlerhöhe mit den Fragen der Gegenwart und dem Blick in die Zukunft. 
Wer hier oben steht, sieht nicht nur auf Purkersdorf zurück – sondern auch nach vorne.

29.09.2026